Neuigkeiten

ICCHP Konferenz Beitrag

Die Ergebnisse des Projekts wurden in einem Beitrag auf der „15th International Conference on Computers Helping People with Special Needs – ICCHP´16 präsentiert. Die ICCHP ist eine wichtige, weltweit anerkannte Konferenz im Bereich Unterstützung für Menschen mit Behinderung und fand vom 13. bis 15. Juli in Linz, Österreich statt. Die Publikation „Insights Into Internet Privacy For Visually Impaired And Blind People“ von Georg Regal, Elke Mattheiss, Marc Busch und Manfred Tscheligi wurde in der Special Thematic Session zu Accessibility of Web and Graphics präsentiert. Details finden sich im Konferenz Programm, die Proceedings können von der  ICCHP´16 Webseite geladen werden.

 

 

BlindFaith beim Technologiestammtisch

Um das in BlindFaith entwickelte Informationsmaterial an unsere Zielgruppe zu bringen, wurden die Ergebnisse von Blindfaith Ende März im Rahmen des Smartphone-Treffen der Hilfsgemeinschaft präsentiert. Blinde und sehschwachen TeilnehmerInnen wurden über Gefahren für die Privatsphäre im Internet und Möglichkeiten sich zu schützen informiert.

 

Usertests der Interaktionskonzepte

Bereits im Sommer hat es zwei Workshops mit zehn mit blinden und sehschwachen InternetnutzerInnen gegeben, um eine erste barrierefreie Version des Interaktionsdesigns für ein browser-basiertes Privatsphäre schützendes Tool zu erstellen, mit dem sogenannte Tracker blockiert werden können.

Die entstandenen Interaktionsdesigns werden als HTML-Prototypen in zehn Einzeltests evaluiert und mit dem bestehenden Tool Ghostery verglichen. Auf Basis der Ergebnisse werden die Interaktionskonzepte überarbeitet und allgemeine Richtlinien für das Design abgeleitet.

Online-Umfrage zum Informationsmaterial

Um Feedback hinsichtlich der Verständlichkeit des in BlindFaith zusammengestellten Informationsmaterials zum Thema „Barrierefreier Schutz der Privatsphäre im Internet“ zu bekommen, wurde eine Online-Umfrage erstellt.

Die Teilnahme dauert ca. 20 Minuten und alle TeilnehmerInnen die den Fragebogen bis 13.11 vollständig ausfüllen, haben die Möglichkeit einen 20 Euro Amazon-Gutschein zu gewinnen. Wir bedanken uns schon im Voraus für Ihre Mithilfe!

Die Rückmeldungen werden dazu verwendet das Informationsmaterial noch besser an die Bedürfnisse der blinden und sehschwachen InternetnutzerInnen anzupassen.

Hier geht es zur Umfrage: Link zur Online-Umfrage

BlindFaith am A-TAG 2015

Der seit 2006 stattfindende A-TAG ist der Treffpunkt für die Internet-Accessibility Community und wird veranstaltet vom Verein Accessible Media. Am A-TAG 2015 werden wir der interessierten Öffentlichkeit den momentanen Status des Projekts BlindFaith vorstellen. Präsentiert werden dabei die Erkenntnisse der Anforderungsanalyse, die entwickelten Design-Guidelines, sowie das Interaktions- und Feedbackdesign für einen barrierefreien Tracking-Blocker.

Mehr Infos zum Programm finden Sie unter http://atag.accessiblemedia.at/#nav-speakers.

BlindFaith am IKT-Forum

Heute wird am IKT-Forum in Linz das Projekt BlindFaith präsentiert und mit einem breiten Prublikum aus Wissenschaft, Entwicklung, Theorie und Praxis diskutiert.

Darüberhinaus hoffen wir durch spannende Vorträge interessante Projekte kennenzulernen und Anknüpfungspunkte von BlindFaith an andere Projekte zu finden.

 

Designimplikationen für einen barrierefreien Tracking Blocker

Aus der Anforderungsanalyse wurden Designimplikationen für einen barrierefreien Tracking Blocker erstellt:

  • Kontrolle über blockierte Tracker: die NutzerInnen sollen selbst bestimmen können, ob ein bestimmter Tracker blockiert wird oder nicht, da einige Dienste trotz Privatsphäre Bedenken genutzt werden.
  • Personalisierbarkeit von Warnungen und Informationen: z.B. sind akustische Warnung für blinde NutzerInnen gut und von diesen gewünscht, von sehschwachen NutzerInnen werden diese aber eher als nervend abgelehnt. Ähnlich ist es mit der Menge an Informationen und der Häufigkeit der gegebenen Warnungen.
  • Akustische Warnungen sind für blinde NutzerInnen wichtig: Ähnlich dem bereits von JAWS verwendeten Pattern sollte ein kurzer, prägnanter, nicht zu aufdringlicher Ton abgespielt werden, welcher darüber informiert, dass Tracker gefunden bzw. geblockt wurden.
  • Visuelles Feedback ist für sehschwache NutzerInnen wichtig: Das visuelle Feedback sollte allerdings nicht zu aufdringlich sein und es sollte genügend Kontrast vorhanden sein. Es wurde von TeilnehmerInnen explizit erwähnt, dass Feedback auf mehreren Kanälen präsentiert werden sollte.
  • Sparsame automatische Meldungen und leichter Zugriff auf weiterführende Informationen: die NutzerInnen sollen nicht überflutet werden mit Meldungen die ihren Workflow unterbrechen. Durch einen Tastatur Shortcut sollen sie aber leicht Zugriff auf weiterführende Informationen bekommen, wenn sie sich dafür interessieren.

Auf Basis dieser Implikationen wird aktuell an einer prototypischen Implementierung für barrierefreie Interaktionskonzepte gearbeitet.

Ergebnisse der Anforderungsanalyse

Um die Anforderungen von blinden und sehschwachen NutzerInnen an einen Tracking Blocker zu erfassen, wurden zwei Workshops, ein Expertenreview und Einzelinterviews mit Verhaltensbeobachtungen beim Ausprobieren eines Tracking Blockers durchgeführt.

Workshops

Die Workshops mit erfahrenen InternetnutzerInnen zeigen, dass Privatsphäre Bedenken und der Schutz der Privatsphäre im Internet ein wichtiges Thema für blinde und sehschwache Personen ist, wenngleich die Erfahrung mit Privatsphäre schützenden Tools begrenzt ist. Die Bedrohung von Verhaltensanalyse und Zielgruppenansprache im Internet ist vielen NutzerInnen bekannt und wird als mittel eingestuft. Aufgrund der Sehbehinderung kann das Erkennen von Bedrohungen erschwert sein, was erhöhte Vorsicht bei NutzerInnen bewirken kann. Ein Tool das die Privatsphäre der NutzerInnen schützt indem es Verhaltensanalyse verhindert, sollte vollständig barrierefrei bedienbar und konfigurierbar sein, damit die NutzerInnen bestimmen können welche Dienste blockiert werden.

Verhaltensbeobachtungen und Interviews

Es wurden Verhaltensbeobachtungen und Interviews mit zehn blinden und sehschwachen InternetnutzerInnen durchgeführt. Das Interview bestätigt den Eindruck aus den Workshops, dass erfahrenen InternetnutzerInnen mit Sehbehinderung eine Vielzahl an Bedrohungen für die Privatsphäre im Internet bekannt ist. Zwei der am häufigsten genannten Bedrohungen sind Verfahren zur Datensammlung und das Tracking beim Surfen auf Webseiten. Die Preisgabe von zu vielen Daten im Internet gehört zu den wichtigsten Privatsphäre Bedenken. Explizit nach Verfahren zur Datensammlung gefragt, geben alle TeilnehmerInnen an zu wissen, dass während dem Internetsurfen Daten über ihr Surfverhalten gesammelt werden. Ein Tool um diese Verfahren zu blockieren verwendete jedoch niemand.

Die Datenanalyse der Laddering Interviews zeigt, dass Barrierefreiheit zu den am häufigsten genannten Eigenschaften die ein Tracking Blocker haben sollte, gehört. Bei den mit Tracking Blockern verbundenen Werten ist natürlich der Schutz der Privatsphäre wesentlich, aber auch Werte wie Kontrolle, Chancengleichheit und Selbstbestimmung spielen für unsere TeilnehmerInnen eine wichtige Rolle. Ein Tool mit dem Verfahren zur Datensammlung blockiert werden können, sollte diese Werte auch berücksichtigen.

BlindFaith beim netidee Spring Talk 2015

Kurz vor der Projekthalbzeit wurde am 21.4 beim netidee Spring Talk 2015 der aktuelle Status-Quo aller Projekte präsentiert. Die Status-Berichte mit anschließendem Networking gaben einen guten Überblick über die aktuell laufenden Projekte und möglichen Synergien von BlindFaith mit anderen Projekten zu den Themen Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte NutzerInnen (Nearspeak) und Tracking Blocker (upribox).
Link zum netIdee Spring Talk 2015

Es freut uns sehr, dass BlindFaith neben anderen Projekten in einem Artikel über das Event der Tageszeitung „Der Standard“ erwähnt wurde.
Link zum Standard Artikel „Halbzeit bei Netidee: Privacy-Box, Verschlüsselung und Anti-Terror-Gesetze“

Anforderungsanalyse Workshops mit blinden und sehschwachen InternetnutzerInnen

Am 17. und 19.2 wurden zwei Workshops mit insgesamt 11 blinden und sehschwache InternetnutzerInnen in den Räumlichkeiten der Hilfsgemeinschaft durchgeführt.

Ziel der Workshops war gemeinsam mit den NutzerInnen folgende Fragestellungen zu diskutieren:

  1. Welche Privatsphäre-Bedenken haben blinde und sehschwache InternetnutzerInnen beim Internetsurfen?
  2. Wie gehen blinde und sehschwache InternetnutzerInnen mit den bekannten Risiken um?
  3. Welche Privatsphäre-schützenden Tools kennen und verwenden blinde und sehschwache InternetnutzerInnen und welche Eigenschaften sollen solche Tools besitzen?

Die Ergebnisse des Workshops werden nun analysiert, und bilden die Basis für die nächsten Schritte der Anforderungsanalyse. Als nächsten Schritt werden Verhaltensbeobachtungen und Einzelinterviews durchgeführt. In enger Kooperation mit den AnwenderInnen werden existierende Privatsphäre-schützende Tools evaluiert und auf Barrierefreiheit überprüft.

Analyse der Barrierefreiheit von Tracking Blockern

Um sehbehinderten und blinden NutzerInnen im Rahmen einer Verhaltensbeobachtung und eines Interviews, ein entsprechendes Tool zeigen zu können, wurden einige Privacy Enhancing Tools vorab auf ihre Barrierefreiheit analysiert. Der Fokus lag dabei auf Tracking Blocker Tools, welche Tracker, Zählpixel, Cookies u.ä. blockieren und so verhindern, dass Profile zur Verhaltensanalyse und Zielgruppenansprache (Behavioural Targeting) erstellt werden können.

Bei unserer Analyse stellte sich Ghostery als geeignetstes Anschauungstool für die weitere Anforderungsanalyse heraus, da es am ehesten barrierefrei zugänglich ist.

Die folgende Tabelle zeigt einen Überblick über die analysierten Tools.

Name Barrierefreiheit Open Source Unterstützte Browser
Ghostery Das Plugin ist mit Tastatur bedienbar. Alt+Strg+G öffnet das Menü, durch welches mit dem Keyboard navigiert werden kann. Wird von Screenreader (NVDA) auch korrekt vorgelesen. Allerdings nur in der alten Version des Menüs, die neue Version ist leider nicht vollständig zugänglich. Nein Firefox
Chrome
Opera
Safari
Internet Explorer
Privacy Badger Nicht mit Tastatur bedienbar. Dies wurde auch von EntwicklerInnen auf der Mailing Liste bestätig. Allerdings wurde großes Interesse bekundet die Barrierefreiheit zu verbessern. BlindFaith wurde eingeladen, durch die Projekt Ergebnisse einen Beitrag am Privacy Badger Projekt zu leisten. Ja Firefox
Chrome
DisconnectMe Keine Information zu Tastatur Bedienung gefunden. Eine E-Mail an den Support blieb bislang unbeantwortet. Ja Firefox
Chrome
Internet Explorer
Safari
Opera
Blur Keine Information zu Tastatur Bedienung gefunden. Eine E-Mail an den Support blieb bislang unbeantwortet. Nein Firefox
Chrome
Internet Explorer
Safari
Opera

 

BlindFaith Kick-Off-Meeting

Am 3. Dezember fand das Projekt Kick-Off-Meeting von BlindFaith statt. Elke Mattheiss und Georg Regal vom AIT sowie Klaus Höckner und Daniele Marano von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs trafen sich, um die Projektziele zu konkretisieren und die ersten Schritte dorthin zu planen.

Als Erstes steht eine umfassende Analyse von bestehenden Privatsphäre schützenden Tools hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit und Usability an. Ebenfalls vorbereitet wird im Rahmen der Anforderungsanalyse ein Workshop, sowie Verhaltensbeobachtungen und Interviews mit blinden und sehschwachen InternetnutzerInnen zum Thema Internet Privacy. Damit werden Informationen über die damit verbundenen Bedürfnisse und Befürchtungen der Zielgruppe gesammelt.

Marano, Regal, Mattheiss, Höckner + Banner beim BlindFaith Kickoff
(Foto: AIT | Ulrich Lehner)

BlindFaith @ netidee Event 2014

Am 20. November 2014 wurden im Wiener Museumsquartier die Geförderten des 9. netidee Calls präsentiert. BlindFaith war natürlich mit dabei und nutze die Gelegenheit das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Darüber hinaus war es sehr interessant, die anderen geförderten Projekte kennenzulernen und mit den Projektteams spannende Diskussionen zu führen.

Ein gelungenes Event, das uns gleich motivierte uns intensiv in die Projektarbeit zu stürzen!

Georg Regal, Klaus Höckner und Ernst Langmantel - Urkundenübergabe beim netidee Event 2014
(Picture: netidee | Thomas Peintinger)