Bedrohungen für die Privatsphäre

Es gibt zahlreiche Bedrohungen der Privatsphäre, die Benutzer und Benutzerinnen die im Internet surfen, nicht immer eindeutig unterscheiden können. Im Folgenden möchten wir einen Überblick über mögliche Bedrohungen bieten und kurz beschreiben wie man sich dagegen schützen kann. Quelle ist vor allem die Internetseite „Web of Trust

Verhaltensanalyse und Zielgruppenansprache (Behavioural Targeting) – Cookies, Web Bugs

Werbeunternehmen verwenden Cookies, Tracker, Zählpixel und andere – zum Teil in der rechtlichen Grauzone beheimateten – Techniken, um Ihr Verhalten im Web zu verfolgen, und in weiterer Folge zu analysieren. Diese Techniken sind auf den Webseiten, die Sie aufrufen eingebettet und werden automatisch gestartet. Z.B. melden Seiten mit einem Social Media Button (beispielsweise von Facebook), dass diese Seite besucht wurde, auch ohne, dass sie auf den Button klicken.

Schützen kann man sich durch „Tracking Blocker“. Siehe „Was kann ich gegen Tracker tun„.

Daten in der „Cloud“

Daten die in der Cloud, sprich auf Onlinespeicherplätzen und nicht lokal auf Ihrem Computer abgelegt werden, sind nicht mehr in Ihrer Kontrolle. Was mit den Daten geschieht, wer Zugriff hat usw. wird in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter festgelegt. Darüber hinaus treffen für den Anbieter je nach Firmensitz andere Datenschutzgesetze zu.

Schützen kann man sich indem man keine sensiblen Daten auf Cloud Speichern ablegt, oder durch die Verwendung von Verschlüsselungsprogrammen z.B. VeraCrypt

Suchverhalten Historie

Bekannte Suchmaschinen sammeln zu Werbezwecken zahlreiche Daten über das Suchverhalten der Nutzer und Nutzerinnen. Dies gilt besonders wenn Sie sich bei Suchmaschinen Anbietern mit einem persönlichen Benutzerkonto eingeloggt haben. Über die Suchhistorie lassen sich zahlreiche Rückschlüsse auf persönliche Präferenzen, finanzielle Möglichkeiten, politischen Einstellungen etc. ziehen. Diese Informationen werden für zielgerichtete Werbung genutzt.

Schützen kann man sich durch die Verwendung von Suchmaschinen welche keine persönlichen Daten speichern. z.B. DuckDuckGo

Spyware und Adware

Als Spyware (Spähprogramm) wird Software bezeichnet, die Daten eines Computernutzers oder einer Computernutzerin ohne dessen Wissen oder Zustimmung an den Hersteller oder an Dritte sendet. Es wird auch dazu genutzt, dem Benutzer oder der Benutzerin über Werbeeinblendungen Produkte anzubieten. Solche Spyware und Adware wird meist unabsichtlich als Zusatz bei Gratisprogrammen installiert.

Schützen kann man sich durch die Anti-Malware Software, z.B. Malwarebytes

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke basieren auf der (freiwilligen) Bekanntgabe von persönlichen Daten der Nutzer und Nutzerinnen. Bei sozialen Netzwerken treten gleich zwei Probleme für die Privatsphäre auf. Zum einen können unter Umständen unbeabsichtigt private Daten von Dritten eingesehen werden. Zum anderen werten die Anbieter von sozialen Netzwerken gezielt die Daten ihrer Nutzer und Nutzerinnen aus. Insbesondere die Verknüpfungen von Daten (Suchanfragen, Aufrufe von Profilen, besuchte Orte, etc.) verraten oft mehr über persönliche Präferenzen, finanzielle Möglichkeiten etc. als die Nutzer und Nutzerinnen vermuten.

Schützen kann man sich vor allem durch überlegen, welche Informationen man im sozialen Netzwerk veröffentlicht und welche nicht.

Online Shopping

Onlineshops benötigen zu Versandzwecken, Bezahlungen usw. private und sensible Daten der Nutzer und Nutzerinnen. Was mit den Daten geschieht (z.B. Weitergabe an Dritte) wird in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt. Darüber hinaus treffen für den Anbieter je nach Firmensitz andere Datenschutzgesetze zu.

Schützen kann man sich durch lesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung.

Ortsbezogene Datenanalyse

Über die IP Adresse (und bei Smartphones das GPS Signal) lässt sich der Ort an dem sich Benutzer und Benutzerinnen befinden feststellen. Durch Verknüpfung dieser Ortsdaten können detaillierte Bewegungsprofile angelegt werden. Die Daten können auch für gezielte ortsbezogene Werbung, sogenanntes Geo-Marketing genutzt werden.

Schützen kann man sich beim Smartphones durch deaktivieren der Ortungsdienste bzw. durch Kontrollieren, welche Berechtigungen Apps besitzen. Vor ortsbezogener Datenanalyse über die IP Adresse kann man sich nur über Anonymisierungsdienste wie z.B. TOR  oder JonDo schützen.